80 Prozent aller Käufer*innen legen bereits großen Wert auf die Echtheit von Bewertungen

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Köln, 24. Mai 2022 Mehr Transparenz und Schutz für Verbraucherinnen und Verbraucher: Ab dem 28. Mai 2022 gelten in Deutschland neue Informationspflichten, die Online-Handelnde und Marktplatzbetreibende vor dem Hintergrund eines Gesetzpaketes der EU erfüllen müssen. Dazu gehört unter anderem die Kennzeichnungspflicht authentischer Bewertungen. Vereinfacht gesagt muss klar und erkennbar sein: Wie wird sichergestellt, dass nur echte Käuferinnen und Käufer eines Produkts eine Bewertung abgeben können? Die neuen Gesetze sind offenbar ganz im Sinne der Kundschaft: Laut einer aktuellen Studie im Auftrag von Trusted Shops legen knapp 80 Prozent der Käuferinnen und Käufer großen Wert auf die Echtheit von Bewertungen bei Produkten und Dienstleistungen. Außerdem wünschen sich bereits knapp drei Viertel aller Kaufenden in Deutschland (74 Prozent) die Kennzeichnung authentischer Bewertungen.

Trusted Shops hat bereits technische Voraussetzungen zur Erfüllung der neuen Vorgaben geschaffen und für Shopbetreiber ein Hilfe-Center zur Einbindung der Kennzeichnungen eingerichtet. Für das Kölner Unternehmen und seine Kunden sind die neuen Regelungen ein großer Vorteil: „Wir stellen bereits lange die Echtheit der Bewertungen für unsere Kundschaft sicher. Mithilfe unserer Tools können Unternehmen die Kennzeichnungspflicht leicht und gesetzeskonform einbinden. Authentische Bewertungen werden für unsere Kundschaft durch die neuen Gesetze viel wertvoller – und können am Ende für noch mehr positive Kaufentscheidungen sorgen“, sagt Bastian Kolmsee, Head of Trust Products and Services bei Trusted Shops.

Dass authentische Bewertungen die Kaufentscheidung maßgeblich beeinflussen, zeigt auch die aktuelle Studie: Mit 86 Prozent aller Käuferinnen und Käufer lässt sich die große Mehrheit von Bewertungen sowohl positiv als auch negativ beeinflussen. Jedoch fällt es vielen (55 Prozent) schwer, die Echtheit von Bewertungen selbst zu überprüfen.
Wer dies versucht, liest möglichst viele Bewertungen und vergleicht diese (44 Prozent). Mehr als ein Drittel (34 Prozent) schaut sowohl nach positiven als auch negativen Kommentaren, die ein Indiz für die Echtheit sein können. Auch die korrekte Rechtschreibung und Grammatik sind für 27 Prozent ein Zeichen für authentische Bewertungen. 25 Prozent der Befragten schauen zudem, ob die Angaben von einer vertrauensvollen Plattform stammen.

"Für Käuferinnen und Käufer ist es schwer, die Echtheit der Bewertungen selbst zu erkennen. Keine ausufernden Produktbeschreibungen, die Anzeige des Namens des Bewertenden, ein Mix aus negativen und positiven Bewertungen und unabhängige Bewertungsplattformen können Hinweise dafür sein. Eine Garantie ist das aber nicht. Wir können durch unsere technischen Prozesse sicher stellen, dass wirklich nur ein echter Käufer eines Produkts oder einer Dienstleistung eine Bewertung abgeben kann. Das gibt auch weiterer, potentieller Kundschaft Sicherheit und ein gutes Gefühl bei einer Kaufentscheidung“, betont Kolmsee.

Zum Hintergrund: Positive Bewertungen sind im Online-Handel für viele Shopbetreiber und Dienstleistungsunternehmen pures Gold. Unternehmen greifen dafür gerne auf gekaufte Bewertungen zurück, denn ein gutes Rating steigert den Umsatz. Das täuscht die Kundschaft und verletzt die Interessen des Wettbewerbers. Die Änderung des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) schiebt gekauften und Fake-Bewertungen nun den Riegel vor.